Da unsere Oliven sehr früh geerntet werden, haben wir ein besonders hochwertiges Öl, das sogenannte Agourélaio.

Das Agourélaio hat einen besonderen Charakter und einen intensiven Geschmack, der von der Lage, der Bearbeitung und natürlich auch von den Wetterbedingungen des Jahres beeinflusst wird und somit jedes Jahr wieder einen neuen eigenen Geschmack entwickelt. Jedes Jahr mit bester Qualität, aber auch mit leichten Unterschieden bei der Verkostung.

Besonders geeignet ist dieses Öl bei kräftigen Gerichten oder einfach nur im Salat, Tomate-Mozarella, Feta oder als Dip zu einem frischen Brot.

Um die Qualität eines Olivenöls zu bestimmen, wir in einem Labor der Gehalt an Ölsäure gemessen. Nur durch diese Laborwerte, kann ein Öl in die bekannten Qualitätsstufen eingeteilt werden. Dabei geht es nicht um die an andere Stoffe gebundenen Ölsäuren, die man als gesättigt, ungesättigt oder mehrfach ungesättigt kennt, sondern um die Säuren, die frei im Öl vorhanden sind. Dieser Wert steigt, je mehr überreife oder faule Oliven sich in der Pressung befinden.

Selbst nach einem Jahr und einer nicht optimalen Lagerung befindet sich der Säuregehalt unseres Öles noch bei unter 0,4%. Ist also selbst gegen Ende der Haltbarkeit noch immer ein Olivenöl, dass als „Natives Olivenöl Extra“ oder „Olivenöl extra vergine“ gilt.

Die Herstellungsmethode ist ein wesentlicher Faktor für die Qualität des Endproduktes. Die EG Verordnung NR. 1513/2001 definiert natives Olivenöl als „Öle, die aus der Frucht des Olivenbaumes ausschließlich durch mechanische oder sonstige physikalische Verfahren unter Bedingungen, die nicht zu einer Verschlechterung des Öls führen, gewonnen wurden.“ Ziel ist es das Olivenöl als Saft der Olive möglichst naturbelassen zu erhalten und nicht durch die Herstellungsmethode zu verfälschen oder negativ zu beeinflussen.

Laut der europäischen Verordnung 29/2012 (vormals 1019/2002) dürfen die Angaben „erste Kaltpressung“ und „Kaltextraktion“ seit dem 14.1.2012 nur wie folgt verwendet werden.

Die Angabe „erste Kaltpressung“ ist nur zulässig bei nativem Olivenöl und nativem Olivenöl extra, das durch die erste mechanische Pressung der Olivenmasse bei höchstens 27 °C in einem traditionellen Extraktionssystem mit hydraulischer Presse gewonnen wurde. - VERORDNUNG (EG) Nr. 29/2012

Die Angabe „Kaltextraktion“ ist nur zulässig bei nativem Olivenöl und nativem Olivenöl extra, das durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei höchstens 27 °C gewonnen wurde. - VERORDNUNG (EG) Nr. 29/2012

 

 

Güteklassen von Olivenöl
  nativ extra/extra vergine nativ/vergine Olivenöl
Kriterien

-Säuregehalt < 0,8%

-fruchtig, bitter, scharf

-darf nicht fehlerhaft riechen - etwa erdig oder ranzig

-Säregehalt < 2,0%

-fruchtig, bitter, scharf

-darf leichte Fehler aufweisen

-Säuregehalt < 1,0%

-Mischung aus nativen und raffinierten (heiß gepressten) Ölen

-wird nicht sensorisch geprüft

Verwendung für alle Speisen inklusive Dressings, zum Einlegen, verfeinern und pur Zum Braten Wenn man keinen typischen Olivenöl-Geschmack möchte oder über 210° Braten will.

 

 

 

Bei uns wird die Olive noch traditionell gepresst, wenn auch mit den Annehmlichkeiten der modernen Technik. Und so auch bei der Weiterverarbeitung immer auf das bestmögliche und qualitativ anspruchsvollste Ergebnis geachtet.

Nachdem die Olive kaltgepresst und das gewonnene Olivenöl einmal gefiltert wurde, wird ein Teil davon in Kanistern unterschiedlicher Mengen abgefüllt (1l, 3l und 5l). Dieses Öl enthält noch einige Trübstoffe und Schwebepartikel, die aber weder am Geschmack noch an der Qualität etwas ändern. Der weitere Teil wird dann noch ein zweites Mal gefiltert und kann so komplett klar in einer 750ml Flasche abgefüllt werden. Auch diese zweite Filterung hat keinen Einfluss auf das Olivenöll und stellt nur sicher, dass dieses frei von Trübstoffen ist.

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